Zahntourismus – eine Zahnreise von A bis Z

Zahntourismus – eine Zahnreise von A bis Z

Zahntourismus ist kein unbekannter Begriff mehr in Deutschland, viele wissen aber nicht genau, wie das ganze abläuft, haben keine genaue Antwort dafür, warum es sich wirklich lohnt, und wie das überhaupt funktionieren kann, obwohl sie selbst vielleicht schon mit dem Gedanken gespielt haben, eine Zahnbehandlung in Ungarn in Anspruch zu nehmen. Natürlich ist es eine sehr schwierige Entscheidung, für dentale Versorgung in ein fremdes Land zu Reisen – viele Fragezeichen im Kopf, Angstgefühl, Unsicherheit – mache ich wirklich keinen Fehler damit?

Sehen wir mal detailliert, wie so eine Zahnreise aussieht: vom ersten Schritt bis zur Nachsorge.

Der allererste Schritt im Zahntourismus – noch bevor man die Entscheidung getroffen hat

Man sitzt zu Hause, bummelt durchs Internet und bekommt jegliche Angebote wenn man sich mindenstens schon einmal im Google über Zahntourismus informiert hat. Unglaubliche Preisvorschläge, Happy Patients überall und das alles sogar schmerzfrei. Hört sich echt gut an, man fragt sich aber berechtigterweise ob das wohl wirklich wahr sein kann.  Wie kann man das herausfinden? Wir wissen ja, dass es im Internet für alles Beispiele gibt. So ist die beste Entscheidung, die Option für einen Rückruf in Anspruch zu nehmen, und die Fragen direkt an diejenigen zu stellen, um die es sich hier überhaupt handelt. Im schlimmsten Fall hat man ein paar Minuten verbummelt, legt das Telefon ab, und hat über Zahntourismus in der Zukunft wenigstens keine Gedanken mehr im Kopf. Was aber, wenn mein Interesse erweckt wurde? Trotz eines Telefongesprächs bin ich ja noch immer ziemlich unsicher..

Zahntourismus – zweiter Schritt

Der zweite Schritt hängt schon davon ab, wie man das machen möchte. Es gibt ja den einen Typ, der denkt „ich werde wohl nicht nur so in ein fremdes Land fliegen, da möchte ich erstmal wissen, was das ganze kosten würde”. Für diese Personen gibt es die Möglichkeit, der ungarischen Klinik entweder eine in Deutschland gemachte Röntgenaufnahme, oder einen deutschen Heil- und Kostenplan zuzusenden. In der Regel bekommt man dann innerhalb von 24 Stunden ein Angebot. Hmm, ganz schön schnell.. und gleich kann man weiter entscheiden, ob man auf dem Weg im Zahntourismus bleibt, oder nicht.

Aber es gibt natürlich auch diejenigen, die sagen: „ich möchte vor allem erstmal die Klinik, das Team und alles drumherum mit meinen eigenen Augen sehen und erfahren”. Für diese Leute gibt es dann das beliebte Zahncheckpaket. So ein Paket beinhaltet den Flug nach Ungarn, eine Übernachtung im 4 Sterne Hotel, die Abholung vom Flughafen, alle Fahrten zwischen dem Hotel und der Klinik, eine Panorama Röntgenaufnahme, eine sehr detaillierte Vorbesprechung mit dem Zahnarzt und bei Bedarf einen Heil- und Kostenplan. Hört sich auch sehr gut an, wobei die Reise selbst auch vom Team der Klinik organisiert wird. Man muss sich da nur einen Wunschtermin ausdenken und alles weitere wird erledigt. Das alles für 199 Euro.

Falls man dann das Gefühl hat „Zahntourismus ist nichts für mich”, hat man im schlimmsten Fall ein Tag Budapest erlebt, eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Einen groβen Fehler hat man also damit nicht begangen.

Sollte uns während dem Zahncheck die Klinik und das Team überzeugt haben, so kann es mit der Zahnbehandlung losgehen. Aber wie auch?

Ablauf der Zahnbehandlungen im Zahntourismus

Wegen einer Füllung oder Wurzelkanalbehandlung will man natürlich nicht ins Ausland reisen (obwohl wir manche kennen, die das auch tun). Für ästhetische Zahnbehandlungen, wie z.B. Veneers oder Invisalign lohnt es sich schon, aber die meisten begehen die Zanreise wegen prothetischen Arbeiten, Implantatversorgung oder komplizierten Knochenaufbauoperationen.

Sehen wir mal konkret, wie der Ablauf einer Implantatversorgung im Zahntourismus aussieht:

Wie erwähnt, wird mit dem Zahnarzt zuerst alles detailliert besprochen, danach werden die Implantate in 1-2 Tagen gemacht. Wenn eine Interimsbehandlung erwünscht ist, dann werden das noch 1-2 Tage extra, das sind insgesamt also 3-4 Tage. Nach dieser ersten Behandlung darf man nach Hause fliegen, und die Heilungszeit von etwa 3 Monaten abwarten. Danach fliegt man wieder nach Budapest, wo jetzt auf die Implantate der endgültige Zahnersatz befestigt wird. Das dauert ca. 5-10 Werktage. Insgesamt also rund 2 Wochen, was auch oft der Grund ist, warum viele diese Option wählen – viel schneller als zu Hause.

Die meisten Probleme werden also mit 2 Anreisen gelöst. Das Schöne ist, das man sich während der Zahnreise sogar auch amüsieren kann. Die Mitarbeiter unserer Klinik werden dann unsere lokalen Freunde sein, die bei der Organisation unserer Freizeit gerne mitmachen. Tatsächlich helfen sie uns Konzertkarten, Tickets ins Theater oder für eine Weintour zu organisieren! 

Für jegliche Nachsorge oder für die jährliche Kontrolle muss man dann natürlich nicht wieder nach Budapest reisen, dafür hat die Klinik dann Partnerzahnärzte in Deutschland, die sie uns dann auch vermitteln.

Schön und gut, ich habe mich schon mit dem Begriff Zahntourismus ziemlich gut befreundet, da bleibt aber eine Frage noch offen: was sagen denn die Krankenkassen zu dem ganzen?

Die Rolle der Krankenkassen im Zahntourismus

Berechtigt stellt man sich die Frage, was unsere Krankenkasse dazu sagt, wenn ich meine Zähne in Ungarn machen lasse.

Zum Glück sind wir in der EU, wo es eine freie Ärztewahl gibt. So kann man frei entscheiden, wo man seine Behandlung machen lässt, die Krankenkasse zahlt den gleichen Festzuschuss aus, als wäre die Behandlung in Deutschland, und das gilt auch für die Zusatzversicherungen.

Das kann also dem Zahntourismus nicht im Wege stehen ☺